Was ist eine Critical Mass?

Critical Mass ist ein „organisierter Zufall“! Es ist ein ein Treff von Radler_innen, die für eine Weile zusammen durch die Stadt fahren, bevor jeder wieder auf seiner eigenen Route weiterfährt.

Die Stimmung ist freundlich und entspannt. Es gibt keine formelle Organisation oder Route. Wir sind einfach ein bunter Haufen von Leuten, die durch die Stadt fahren.

Während der Tour wird geplaudert und diskutiert. Es entstehen auch Gespräche mit Fußgänger_innen und Autofahrer_innen.
Die Idee ist, die Straßen mit Radler_innen, zu überfluten, sodass sich eine sanft verkehrende Masse auf der Straße bewegt. Das macht die Straße sicher, ruhig, weniger verschmutzt und einladend für alle. Durch die Critical Mass wird die Straße für kurze Zeit wieder zu einem öffentlichen Lebensraum.

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22 Kommentare zu Was ist eine Critical Mass?

  1. max sagt:

    Hallo zusammen!
    Ich wurde in Ehrenfeld auf der Straße von einem netten Rennradfahrer angesprochen, der mich einlud doch jeden letzten Freitag mit der Masse Fahrrad zufahren…
    Ich habe mir ein Fahrradanhänger mit Soundsystem gebaut, den hatte ich auch dabei und wurde gefragt ob ich damit nicht anrücken würde… ich finds absolut cool, bisher veranstalte ich nur partys, und habe selber schon nach anderen Unternehmungen gesucht .. meine Frage ist allerdings, ob wir mit diesem Gerät bei der Polizei nicht doch stress bekommen könnten..?
    Sonst achte ich ehrlcih gesagt auch nicht wirklich darauf was die dazu sagen, weil unsere partys gewiss nicht erlaubt sind, aber wenn man mitten auf der straße ist, und nicht versteckt im wald ( 😛 ) sind dass ja andere umstände . .
    ich bitte um Rat von erfahrenen Critical Mass mitfahrern!
    lieben Gruß,
    Max

  2. Marco sagt:

    Hey, Max: es könnte tatsächlich sein, daß die Polizei meint, daß Du was ganz böses tust. Allerdings: nach StVO mußt Du lediglich Außengeräusche wahrnehmen können – ist das gewährleistet, spricht also nichts gegen Dein Soundsystem. Und versierte Polizisten sollten das auch wissen.
    Man muß es natürlich mit der Lautstärke nicht übertreiben ;-).
    In diesem Sinne: schau doch einfach am Freitag mal vorbei und -keine Angst- es sind immer genügend rechtlich und rethorisch Versierte dabei, sollte es Ärger oder Anfragen seitens der Ordnungsmacht geben …

  3. max sagt:

    dann sag ich mal bis Freitag 😀

  4. Ingo sagt:

    Hallo auch,
    ich habe eure Artikel mal überflogen da mich ein Bekannter auf die Critical Mass aufmerksam gemacht hat.
    Ich für meinen Teil stelle mir die Frage ob ihr mit euren so wichtigen Vorhaben auch nur ansatzweise nachgedacht habt wieviele unschuldige Mitbürger ihr damit stört.
    Euer Interesse an mehr Ruhe in der Innenstadt in allen Ehren jedoch bin ich froh das es so etwas bei uns im Pott nicht gibt.
    Sollte so etwas hier entstehen bin ich mir wirklich nicht sicher ob meine Bremsen funktionieren werden?!?
    Wenn ihr unbedingt etwas tun wollt dann bitte etwas sinnvolles.
    Danke

    • Lars sagt:

      @Ingo:

      Ich denke mal, das wir sowas vielleicht nicht gerade für Leute wie Dich machen (wie Marco anmerkt), aber auf jeden Fall wegen solcher Leute wie Dir: Verkehrsteilnehmern, für die Radfahrer nichts weiter als ein Störfaktor sind. Die der festen Überzeugung sind, das die Straße den Autofahrern „gehört“. Und was die „Bremsen-Funktions-Anmerkung“ angeht. Damit machst Du sehr deutlich, das Du neben aller „Unschuld“ vor allem eines bist: Vollkommen rücksichtslos!

  5. Marco sagt:

    @Ingo:

    wir machen das für genau solche Menschen, wie Du es einer bist. Menschen, die sich als „unschuldig“ bezeichnen und gestört fühlen, weil es andere Verkehrsteilnehmer gibt.

    Solltest Du tatsächlich „nicht sicher“ sein, ob Deine „Bremsen funtionieren werden“: wir haben nun immerhin Deine IP-Adresse.

  6. Stefan sagt:

    Hallo Ingo,solange es so Menschen gibt wie Du ist das für mich schon sinnvoll einmal im Monat gemeinsam zu radeln.Sollten Deine Bremsen mal versagen und es kommt zu einem Unfall,wo vielleicht Dein Führerschein ein paar Monate Urlaub bekommt,ja dann möchte ich Dich einmal auf dem Fahrrad sehen. Eine Woche Kölner Innenstadt werden Deine Sichtweise bestimmt verändern.
    Und: Es gibt Critical Mass NOCH nicht im Pott,wenn es aber noch mehr Verwandte wie Dich da gibt dann bestimmt bald.

  7. Peter Cremer sagt:

    Die Idee mit critical mass finde ich gut. Aber ein Soundsystem mittels Fahrradanhänger mitzuführen,
    finde ich abartig. Es steht für mich im krassen Widerspruch zu der wunderbaren Idee, die critical mass verfolgt. Es ist für mich eine Art von Umweltverschmutzung, Menschen im offenen Gelände ungefragt berieseln zu wollen, so das keine Kommunikation mehr untereinander mehr möglich ist. Also @Marc, hoffentlich zieht die Polizei dich mit deiner Anlage frühzeitig aus dem Verkehr.

    • Marco sagt:

      @Peter: Deine Ansicht in allen Ehren (kann ich nachvollziehen), aber da schießt Du ein wenig über’s Ziel hinaus. Es werden ja auch keine Golfs, BMWs und Mercedes „aus dem Verkehr gezogen“, die Musik anhaben. Warum auch?
      Übrigens habe ich bis jetzt jedes mal, wenn Musik dabei war und ich *persönlich* die als zu laut (wegen Unterhaltung o.ä.) empfand, einfavh freundlich gefragt „kannst Du das nicht was leiser machen“ und der Bitte wurde jedes mal sofort nachgekommen. Das hat bei BMWs noch nie geklappt 😉

  8. Peter Cremer sagt:

    Entschuldigung, ich meinte natürlich @Max.

  9. Marbez sagt:

    Der Verfasser „Ingo“ schreibt, er sei sich nicht sicher, ob seine Bremsen noch funktionieren…
    Da sollte die Ordnungsbehörde doch einmal den Verfasser ermitteln und prüfen,
    ob er zum Führen eines Fahrzeuges über die nötige sittliche und mentale Reife verfügt. Gegebenenfalls ist eine Nachschulung mit MPU nötig?

  10. Rainer sagt:

    Lieber Ingo,

    Sie scheinen den Sinn und Zweck nicht richtig erfasst zu haben. Was gibt es denn bitte Sinnvolleres als für das Radfahren zu werben? Da kann ich nun wirklich nur mit dem Kopf schütteln.

    Viele Grüße aus Köln
    Rainer

  11. mi sagt:

    Guten Abend,

    soweit mir bekannt möchte Kopenhagen bis 2025 als derste Stadt CO2 frei sein.
    Fahrradfahren ıst langfristig flächendeckend mit der Begrünung verbunden zudem.
    Persönlich besitze ich eine sehr gute Lampei tmit Senosrtec.Schön finde ich Bleuchtung am Tag, Autos fahren auch mit Licht am Tag .und man ıst sicherer im Strassenverkehr und das ıst sehr elegant im Gesamtbild.

    Bye

  12. Udo F. sagt:

    Hallo
    am 27. März bin ich erstmalig mitgefahren und für mich war es – trotz kühleren Temperaturen – ein tolles Erlebnis. Man erlebt die Strassen der Stadt auf einmal mit ganz anderen Augen. Als Radfahrer im normalen Strassenverkehr ist man eigentlich nur damit beschäftigt, aufzupassen, daß man nicht irgendwo angefahren wird, übersehen, bedrängt oder eingeengt wird. Völlig überrascht war ich von den Reaktionen einiger Autofahrer, die tatsächlich versucht haben, uns -totz geballter Kraft- zu ignorieren oder sogar zu bedrängen. Dank der vielen Helfer, die in solchen Situationen sofort präsent sind, ist hier nichts eskaliert.
    Ich werde versuchen, jeden letzten Freitag im Monat dabei zu sein. Ein Komliment und ein großes Dankeschön auch an die Organisatoren, die mit viel Engagement diese Aktion initiieren und hier auch nicht die Kosten für die Flyer usw. scheuen. Danke!
    Allerdings finde ich die Ausweitung der Aktion auf über 2 Stunden etwas „too much“. Und das meint jemand, der täglich mehrere Kilometer (mind. 30) mit dem Rad fährt und vor 3 Jahren sein Auto verkauft hat.
    Viele Grüße und ich freu mich auf Freitag in 2 Wochen
    Udo F.

  13. Patricia Peulen sagt:

    Ich bin so froh, dass es immer wieder denkende und handelnde Menschen gibt, die sich friedlich zusammen tun! Deshalb werde ich am nächsten Freitag zum 1.Mal bei der critical mass mitfahren!! Ich wohne auf dem Land und fühle mich in der Kölner Innenstadt immer schnell abgedrängt von Autos, am schlimmsten auf der Venloer Str. Also dann: uns allen eine fröhliche Fahrt am 25.9.
    Patricia

  14. Uli sagt:

    Warum tragen in Köln alle Radfahrer keine Helme?

  15. Clara sagt:

    Hallo Marco ich fahre noch nicht lange CM und bin nicht mit radikalen, aggressivem Verhalten einverstanden , das ich schon mehrfach seitens der Radfahrer gegenüber Polizei und Autofahrern beobachtet habe. Meine Devise ist miteinander und erst einmal freundlich miteinander über das Problem zB Motorrad Polizei auf dem Gehweg
    Darum fand ich deinen Beitrag bei Köln TV klasse
    Die Polizei zur Teilnahme einladen – aber bitte vielleicht besser mit Fahrrad
    Danke

  16. Clara sagt:

    Ok – so könnt ihr das nicht veröffentlichen – es fehlen Wörter aber vor allem darf ich nicht so über die CM schreiben …
    2. Versuch :
    Ich fahre erst seit kurzem als überzeugte Radfahrerin bei der CM mit
    Leider habe ich vereinzelt beobachtet, dass einige wenige Radfahrer den Bogen manchmal überspannen wenn sie z.B. Autofahrer am Weiterfahren hindern oder Polizisten die mit Motorrädern über Gehwege rasen ihre Sorge der Unfallgefahr mitteilen.
    Mein Stil ist das nicht. Wenn andere Mist bauen muss ich sie nicht wie Verbrecher behandeln, geschweige denn sie anschreien „niemand muss Polizist werden “
    Als visionärer Bürger sollte ich Vorbild im Miteinander sein und kein Abklatsch der teilweise aggressiven Autofahrer
    Meine Devise ist, erst einmal freundlich miteinander reden und erklären warum das gerade so sein muss (Auto anhalten , Polizei bitten nicht auf dem Gehweg zu fahren )
    Darum fand ich Deinen Beitrag , Marco , bei Köln TV echt gut.
    Ruhig und aggressionsfrei die Polizei zum Mitfahren einladen , wenn sie denn unbedingt mitfahren will, aber dann vielleicht doch besser mit Rädern
    Danke !

  17. jupp flassbeck sagt:

    Meine Mail an die Kölner Polizei

    Absender: Jupp Flassbeck

    An die
    poststelle.koeln@polizei.nrw.de

    Betreff:
    Polizeibegleitung der Critical Mass mit Motorrädern

    Sehr geehrte Dame, sehr geehrter Herr,

    ich bin Fahrradaktivist aus Düsseldorf(!) und nehme regelmäßig an den Critical Mass in Düsseldorf, Wuppertal aber eben auch Köln teil.

    Die Begleitung der Critical Mass in Köln durch stinkende und schwere Motorräder ist inakzeptabel, gefährdet die Radaktivisten in erheblichem Maß und stellt allein durch den Dreck den die Motorräder ausstoßen eine nicht hinzunehmende Belästigung da.

    Das Argument, dass die Polizei bei der CM für Sicherheit sorgt bezeichne ich glattweg als Lüge, es geht hier den Verantwortlichen wohl primär um eine Machtdemonstration, tatsächlich gefährden die Motorräder die Radaktivisten, siehe auch:
    http://www.express.de/koeln/riskante-fahrmanoever–critical-mass—koelner-polizei-rast-mit-motorrad-ueber-buergersteig,2856,32009218.html

    Spätestens wenn so ein stinkendes Motorrad einen von uns umgenietet hat, was nur eine Frage der Zeit ist, werden sich die Aktivisten dies nicht mehr gefallen lassen. Zukünftige CMs werden dann wahrscheinlich eher heimlich geplant, die offizielle CM wird sich vielleicht in 3,4 oder 5 kleine aufspalten oder die Radaktivisten werden die Polizeimotorräder umzingeln und nicht vom Platz lassen. Dies alles hat das Potential, zu einer Radikalisierung und Kriminalisierung der Radfahrer zu führen – dabei wollen wir doch einfach nur radfahren! Und dies ohne die ungefilterten Abgase Ihrer Mopeds einatmen zu müssen, ohne uns von der kinetischen Energie von ~300kg Masse gefährden zu lassen!

    Der Petermann fuhr auch Rad, hätte sich sicher auch gewehrt und so einem Stinker mal kräftig in den Hinteren gebissen.

    Wenn Sie schon so sehr darauf versessen sind uns Ihre hoheitlichen Aufgaben aufzuzwingen – DANN BITTE AUCH AUF FAHRRÄDERN.

    Sie würden in weitaus größerem Maß akzeptiert werden, nicht die Radfahrer an Leib und Leben gefährden und mancher Autofahrer würde bemerken, dass es auch Polizisten auf Fahrrädern gibt, dass Radfahrer auch Polizisten sein könnten und diese Erfahrung mit in ihren Autofahreralltag nehmen und uns Radfahrer etwas mehr Beachtung schenken, so dass vielleicht sogar weniger von uns von PKWs totgefahren werden.

    Mit immer noch freundlichen, radaktivistischen Grüßen aus der Landeshauptstadt – safe ride!

    JF

  18. jupp flassbeck sagt:

    Soeben ist eine Mail der Polizei Köln, eingetroffen, nach der zukünftig die CM nicht mehr von Polizeikrädern, sondern von Fahrradpolizisten begleitet wird!

    Wenn ich die Zustimmung erhalte, werde ich die Antwortmail hier posten.

    🙂

  19. jupp flassbeck sagt:

    Zukünftige Polizeibegleitung auf Fahr- anstatt Motorrädern

    Eine explizite Zustimmung das Schreiben hier zu reproduzieren habe ich nicht erhalten, aber, Polizeihauptkommisar Fabian Ebel von der Direktion Verkehr, Führungsstelle 4, schreibt am 21.10.2015, dass ich gerne mitteilen darf, dass die Polizei Köln plant, bei der nächsten Critical Mass anstatt von Motorrädern Kollegen auf Fahrrädern einzusetzen.

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